KULTURPREISVERLEIHUNG 2026

Kulturpreisverleihung 2026 

Danke, Wiesbaden! Die KREA nimmt den Kulturpreis 2026 entgegen

Was für ein Abend: Am 30. Oktober 2026 durften wir als Kreativfabrik Wiesbaden e.V. (KREA) den Kulturpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden entgegennehmen. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, Stadtverordnetenvorsteher Dr. Gerhard Obermayr und Stadträtin Dr. Patricia Becher überreichten uns die Auszeichnung in einem Festakt – für fast 25 Jahre Jugend- und Subkultur auf dem Schlachthofgelände, getragen von über 100 Ehrenamtlichen.

Die Stadt vergibt den Kulturpreis seit 1981 ausschließlich an Kulturschaffende aus Wiesbaden. Zu den Kriterien zählen Pionierfunktion, experimenteller Ansatz, eine dauerhafte Prägung der Kulturszene, künstlerisch-kreative Vernetzung sowie Diversität und Vielfalt. In seinem Grußwort freute sich Oberbürgermeister Mende, dass die Jury keine einzelne Sparte, sondern eine Vielfalt an Angeboten würdigt: „Konzerte, Lesungen, Partys, Theater – das Format der KREA passt in keine Schublade. Und das ist gut so!“ Mit Blick auf die Gegenwart betonte er: „Meinungsfreiheit, Kunstfreiheit, Wissenschaftsfreiheit, Vereinigungsfreiheit – das sind die elementaren Bestandteile unserer Demokratie, und das wollen wir auch an diesem heutigen Abend ein Stück weit mitfeiern.“

Stadträtin Dr. Patricia Becher erinnerte an die Gründung des Vereins aus der Initiative IG Schlachthof heraus: „Das war nicht nur die Entstehung eines neuen Veranstaltungsortes. Es war ein Bekenntnis zu einer bestimmten Idee von Kultur und politischer Haltung.“ Die KREA biete bezahlbare Proberäume, Raum für soziale Initiativen und ein vielseitiges Programm bei erschwinglichem Eintritt. „Hier darf Kultur vielfältig, laut, aber auch leise, auch mal unbequem, überraschend oder ganz schräg sein“, so Becher. Eine lebendige Kulturszene entstehe aus der Überzeugung, „dass gute Ideen ihren Wert nicht erst durch einen wirtschaftlichen Erfolg beweisen müssen“.

Die Laudatio hielt Dirk Fellinghauer, Mitglied des Kulturbeirats. Er verwies auf 175 Veranstaltungen im Jahr 2025, getragen von überwiegend ehrenamtlichem Engagement: „Die KREA ist ein Ort, an dem alles möglich ist, weil es ein Ort ist, an dem alles möglich gemacht wird.“ Wenn der Wiesbadener Kulturlandschaft etwas fehle, dann sei es Subkultur. Was die Preisträgerin vor allem brauche, sei Gewissheit, dass dieser Ort erhalten bleibt. Sein Fazit: „Die KREA hat Zukunft.“

Für uns hat Jenny Müller, 1. Vorsitzende der KREA, den Preis entgegengenommen: „Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Ort wie die KREA über fast 25 Jahre besteht. Das ist ganz viel Ehrenamt, ganz viel Herzblut, aber natürlich auch die finanzielle Unterstützung der Stadt.“ Ihr Dank galt der Stadt sowie allen Parteien und Fraktionen, die unsere Arbeit über die Jahre möglich gemacht haben.

Wir sind noch immer ganz berührt und sagen von Herzen Danke: der Jury für diese Entscheidung, der Stadt Wiesbaden für die Auszeichnung und den wunderschönen Festakt, allen Redner*innen für ihre Worte und Negative Peace, der Hardcore-Band aus unserem Haus, die den Abend eröffnet und beendet hat. Vor allem aber gehört dieser Preis allen, die die KREA Woche für Woche mit Leben füllen – hinter der Theke, am Einlass, auf der Bühne und im Plenum.

Das Preisgeld ist für uns eine echte Unterstützung und fließt direkt in die Arbeit vor Ort, etwa in anstehende Umbauten. Und der Abend hat uns vor allem eines gezeigt: Wir freuen uns auf die vielen weiteren Jahre KREA – und auf alles, was hier noch entstehen wird.

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